Archiv für den Monat März 2013

Flugausbildung in Florida 26.03.2013

Und wieder ein Tag weiterer Tag im Simulator geschafft.

Definitiv ein interessanter Tag. Es wurden die verschiedenen Approaches durchgespielt. Unterschieden wird hierbei zwischen Precision and Non-Precision Approaches. Definiert wird der Anflug durch das Hilfsmittel mit dem er durchgeführt wird. 4 verschiedene Anflüge gibt es zur Auswahl. NDB-, VOR-, ILS- und GPS-Approaches. Die ersten zwei davon haben wir heute gemacht.

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Was sofort klar wurde, ist dass die Anflüge einen der absolut schwierigsten Teile der Instumentenfliegerei ausmacht. Weil man nicht nur auf die Instrumente im Auge behalten muss, sondern sich mit der Konfiguration für den Anflug als auch mit den Briefings beschäftigen muss.

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Das sind die Bilder, welche ich im Vorfeld schon angekündigt hatte. Morgen machen wir die Approaches, welche wir auch hoffentlich später bei den Airlines fliegen dürfen.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich bis morgen.

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Flugausbildung in Florida 25.03.2013

Heute war wieder ein Tag im Simulator, oder besser gesagt im Frasca. Das Hauptaugenmerk der heutigen Lesson lag auf den sogenannten Holdings. Von denen haben die meisten Menschen, die das ein oder andere Mal mit dem Flugzeug unterwegs waren, schon gehört. Es handelt sich im Endeffekt um ein bestimmtes Procedure um ein Flugzeug „on hold“ zu setzen. Das kann passieren wenn es eine Verspätung gibt, oder ein anderes Flugzeug Vorrang hat.

Um es einfach zu beschreiben, lassen uns die Air Traffic Controller Kreise fliegen. Aber so einfach wie es jetzt klingt ist es nicht. Ein Holding wird in 4 Teile aufgespalten. In das Inbound Leg, Fix End, Outbound Leg und Outbound End. Diese Legs (Abschnitte) zu fliegen ist im Endeffekt nicht so schwer. Was kompliziert ist, ist wie man in das Holding einfliegt. Dort gibt es nämlich auch 3 Möglichkeiten, die man im Vorhinein berechnen muss. Und daraus bestand heute ein Großteil des Fluges. Aber natürlich war es sehr lehrreich. Morgen fahren wir damit fort, allerdings kommt dann noch eine Windkomponente dazu, die auch berechnet werden will. Aber dazu morgen wieder mehr.

Für alle Interessierten hier noch ein Link zu Holdings: Wie funktionieren Holdings.

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Im Cockpit der Piper 28 Cadet

Im Cockpit der Piper 28 Cadet

Dieses Bild wurde von meinem Crewpartner während eines Solofluges aufgenommen.

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Global Express

Global Express

Ein sehr interessanter Businessjet der Marke Bombadier. Es handelt sich um den teuersten „Business/Privatjet“ der Welt. Er hat annähernd sie Spannweite einer 737 und ein Abhebegewicht von 99 Tonnen. Definitiv eine Option für die spätere Fliegerei.

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Woche 5 in Vero Beach

Nachdem der Anfang dieser Woche nicht ganz so berauschend war, auf Grund des letzten gecancelten Solofluges, startete diese Woche eine der wichtigsten Teile der Flugausbildung. Eben jener, der uns für den Rest unseres Berufslebens begleiten wird.

Konkret spreche ich hier vom IFR-Flug. Wem dieses jetzt nichts sagt, es bedeutet, dass wir nicht weiter nach Sicht navigieren sondern nur noch und ausschließlich nach den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten. Das wohl wichtigste Instrument hierbei ist wohl der künstliche Horizont. Dieser gibt nämlich Auskunft über gleich mehrere Zustände. Um es einfach zu halten kann man sehen ob das Flugzeug in Begriff ist zu Steigen oder Sinken oder ob es sich zu einer Seite neigt und damit eine Kurve fliegt.

Wie man sich wahrscheinlich denken kann, ist das Überwachen der ganzen Instumente, hier ein Bild entnommen von airliners.net (copyright Doug Lannom) nicht einfach und auf Dauer recht anstrengend für die Augen und den Kopf.

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Aber auch dies ist eine reine Gewöhnungssache.

Die ersten Flüge fanden nun aber nicht in einem realen Flugzeug sondern in einem Simulator, dem sogenannten Frasca statt. Dort wird eine Piper 44 Seminole simuliert. Diese ist auch auf dem Bild zu sehen. Die Seminole hat 2 Triebwerke a 180 PS. Also doch schon ein kleiner Unterschied zu einem Motor mit 160 PS wie bei der Piper 28 Cadet. Allerdings ist die Seminole nicht das Flugzeug, welches wir nach Ende des Simulators fliegen, sondern eine Piper 28 Arrow. Die hat zwar nur einen Motor, der hat aber 200 PS und ein Einziehfahrwerk besitzt die Arrow auch schon. Also werden wir uns ab nächstem Donnerstag schon ein bisschen mehr wie richtige Piloten fühlen.

Der ein oder andere mag jetzt fragen, was denn nun das schwierige ist am Instrumentenflug. Diese Frage ist schnell beantwortet. Da man nur noch nach Instrumenten fliegt, kann draußen auch schlechtes Wetter sein. Konkret, es wird auch in den Wolken geflogen. Und dort hat man keine Sicht auf den Horizont. Das heißt man kann sich nicht mehr im Raum orientieren. Wenn man sich dann auf das Schwerkraftgefühl seines Körpers verlässt, stürzt man früher oder später zwangsläufig ab. Also heißt es stur auf die Instrumente schauen und auf sie vertrauen, denn sonst ist man verloren.

Die ersten zwei Simulatorsessions haben wir uns erstmal mit den Controls des Simulators angefreundet und heute ging es dazu Radials zu intercepten. Man entschuldige an dieser Stelle bitte all die Anglizismen aber es ist sehr schwer sich in der Fachsprache Deutsch auszudrücken, da wir die meisten Fachausdrücke nicht auf Deutsch kennen.

Was sind Radials? Eine Bodenstation sendet Strahlen aus. 360 an der Zahl. Diese Strahlen können im Cockpit zur Anzeige gebracht werden und geben einem eine Position in Bezug auf die Station, von der die Strahlen ausgehen. Klingt erstmal nicht so kompliziert, ist es aber im Endeffekt. Und um auf ein bestimmtes Radial zu kommen muss man eine Prozedur durchführen um es zu erreichen. Diese wurde heute 2 Stunden lang trainiert.

So das war es erstmal von mir. Nächsten Montag kommt wahrscheinlich spätestens der nächste Eintrag. Dann gibt es ein Foto vom Frasca und weitere Erklärungen zum IFR-Flug.

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Flugausbildung in Florida Zusammenfassung der letzten Tage

Ich kam leider in den letzten Tagen nicht dazu, etwas Adäquates zu schreiben. Dieses bitte ich zu entschuldigen.

In der letzten Woche haben wir unsere VFR Phase beendet. Wieder gab es viele Überlandflüge und es war auch der ein oder andere sehr schöne dabei. Einer davon war der sogenannte Beachrun (siehe Foto). Dabei sind wir über hundert Kilometer an der Ostküste von Miami nach West Palm Beach gefolgen.

South Beach

South Beach

Eine tolle Erfahrung. Das besondere hierbei ist, dass man in einer maximalen Höhe von 500 Fuß fliegen durfte, um nicht die Lufträume von Miami und West Palm Beach zu verletzen. Dieser Flug war wohl das Highlight der Flugwoche.

Und am gestrigen Tag, war dann auch endlich unser VFR Checkflight, bei dem festgestellt werden sollte ob wir in der Lage sind, uns im Luftraum, mit dem Flugfunk und dem Flugzeug auskennen. Das Endergebnis war durchaus positiv. Sowohl mein Crewpartner, als auch ich haben mit guten Noten bestanden.

Heute sollte dann auch schon das erste Crewsolo, das heißt, dass nur mein Crewpartner und ich einen Überlandflug durchführen dürfen, angesetzt. Aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Richtung. Wer sich jetzt fragt welches Wetter es in Florida schon geben kann, dem sei gesagt es ist ziemlich windig sein kann. Dieser Faktor ist nicht ganz unwichtig in der Fliegerei.

Also fällt der Tag heute wieder flach. Aber das ist insofern gut, als dass wir unsere Bücher in Ordnung bringen und etwas lernen können. Morgen wird dann sowohl ein Soloflug, als auch Unterrichtsstunden im Hinblick auf das ,hoffentlich nächste Woche beginnende, IFR Training. Also wird das ein sehr langer Tag. Ich werde trotzdem versuchen morgen etwas zu schreiben.

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Flugausbildung in Florida #3

Wieso heute erst der dritte Tag war? Weil wir letzten Freitag nicht fliegen konnten. Wir mussten das Flugzeug “grounden”. Das heißt, dass wir auf Grund einens Fehlers am Flugzeug damit nicht fliegen konnten. Dieser war so schwerwiegend, als dass die Sicherheit eines Fluges nicht mehr gewährleistet war. Leider bekamen wir kein Ersatzflugzeug und somit fiel der Flugtag aus.

Und heute ging es dann endlich weiter. Die Route ging für mich von Fort Lauderdale, über North Palm Beach zurück nach Vero Beach.

Der Flug an sich hat wirklich gut funktioniert. Sowohl die Sichtnavigation, als auch die Radionavigation. Allerdings machte letzteres auch nur einen winzigen Teil des heutigen Fluges aus. Lediglich von Fort Lauderdale zum Checkpunkt Pahokee. Des weiteren haben wir auch Airwork gemacht. Stalls, Steepturns und Slowflight. Airwork ist ein Feld welches mir wirklich Spaß macht.

Alles in allem hat der Flug etwas mehr als 2 Stunden gedauert. Aber die Tage sind doch schon ziemlich lang im Vergleich zu der Flugausbildung in Deutschland. Langsam gewöhnen wir uns allerdings alle daran.

Mit unserem Fluglehrer haben wir auch echt Glück gehabt. Er ist sehr genau. In jeder Hinsicht. Stu besteht auf Checklisten, und genaue Kurse. Eines der wichtigsten Felder sind die Briefings vor dem Flug. Das Gute ist, dass im späteren Berufsleben die Briefings extrem wichtig sind. Da muss man sich nicht nur selber informieren sondern eine ganze Crew.

 

Soviel für heute. Morgen geht es nach Daytona mit einiges Stopps. Einige kennen es vielleicht wegen den großen 500 Meilen Rennen, die dort stattfinden.

Das wird der erste Flug in Richtung Norden. Mal schauen, was es dort zu entdecken gibt.

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Flugausbildung in Florida #2

So und schon ist der zweite Tag vorbei.

Dies ist was wirklich auffällt. Die Tage rasen nur so. Heute morgen ging der Tag auch um 5:30 Uhr los. Und dann das Spiel was die nächsten drei Monate jeden Tag so gehen wird. Frühstücken, los zur Flightline, Flugplanung beenden, den Fluglehrer briefen und dann zum Flieger.

Nur der Flug wird immer anders bleiben. Heute war es ein besonders langer Flug. Es ging von Vero Beach, über Okechobee, nach Sebering und am Ende nach Sarasota. Das liegt am Golf von Mexiko. Das wiederum heißt, ein Trip quer durch Florida von Coast to Coast sozusagen.

Auf dem Flug wurde wieder alles geprüft, von Sichtnavigation, über Radionavigation, Slowflight und Stalls. Alles in Allem sehr interessant aber auch extrem anstrengend.

Die Überraschung des Tages war allerdings das FBO des Flughafens in Sarasota. Dort kann man sich aufhhalten während das Flugzeug getankt wird. Erstens wird kein Landegeld fällig, und dann wird man dort mit Essen und Trinken versorgt ohne dafür auch nur einen Cent bezahlen zu müssen. Man darf es nutzen weil man das Benzin dort kauft. Mit den Deutschen Verfahren im Hinterkopf, wo man für alles bezahlen muss zum Teil nur um sich dort aufzuhalten, echt gewöhnungsbedürftig.

 

Morgen wird auch wieder ein anstrengender Tag. Aber dazu morgen mehr.

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