Archiv für den Monat August 2014

Ramp Agenten und Ihre Freizeit

Das Thema Freizeit ist für den ein oder anderen Ramp Agenten ein heikles Thema. Auf Grund der Schichttätigkeit muss sich das Umfeld doch ein wenig auf die Arbeitszeiten anpassen. Bei der Frühschicht geht es noch. An diesen Tagen treffe ich mich gerne mit Freunden. Allerdings auch nicht allzu lang. Die meisten Treffen oder Unternehmungen enden um 1800 oder 1900, denn spät schlafen ist alles andere als förderlich. Wenn ich mir die allgemeinen Ratschläge anschaue, soll ich jede Nacht acht Stunden schlafen um optimal Leistungsfähig zu sein. Für die Frühschicht um 0500 muss ich um 0400 aufstehen. Acht Stunden Schlaf würden bedeuten, dass ich um 2000 ins Bett gehen muss. Ich muss zugeben, das habe ich noch nicht ein einziges Mal geschafft.

Wie sieht es mit dem sozialen Leben bei der Spätschicht aus? Dort gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine wäre es, dass ich mich morgens mit Freunden treffe. Da aber alle meine Freunde und Bekannte erwerbstätig sind oder studieren ist dies kaum Möglich. Morgens erledige ich meistens die Dinge wie Besorgungen etc.

Die Dinge des sozialen Lebens finden meistens nach Dienstschluss, also nach 2300 statt. Zum Glück sind die meisten jungen Leute Nachtschwärmer.

Meine persönliche Meinung zum Schichtdienst ist folgende:

Ich finde den Schichtdienst interessant und abwechslungsreich. Da ich mich auf „außergewöhnliche Arbeitszeiten“, auf Grund meines Wunsches Berufspilot zu werden, eingestellt habe, fiel es mir relativ leicht mich daran zu gewöhnen. Allerdings ist definitiv ist nicht jeder Mensch dafür uneingeschränkt geeignet.

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Über gute und schlechte Turnarounds

Manchmal ist es erstaunlich wie nah Freud und Leid beieinander liegen können.

Im einen Moment komme ich vor Stress nicht mehr mit der Arbeit hinterher und dann fällt des Telefonsystem aller Ramp Agenten aus und die Kommunikation, welche das Essentielle bei der Abfertigung eines Flugzeugs ist, kommt zum Erliegen. Eine halbe Stunde später stehe ich mit dem Kapitän der Privilege Style vor seiner Boeing 757 und plaudere über Dynamic Stability.

Nach jedem Arbeitstag nehme ich mir, wenn ich nach Hause komme, 5 Minuten Zeit und lasse das was passiert ist auf mich wirken. So kann ich feststellen was gut gelaufen ist und an welchen Stellen es noch Handlungsbedarf gibt. So kann ich mich weiter verbessern.

Der steinige Weg von der Ausbildung zum ersten „Flying Job“

Es ist lange her, dass ich etwas geschrieben habe. Beim letzten Mal war ich noch mitten in meiner Ausbildung und habe mir keine wirklichen Gedanken gemacht was danach kommt.

Jetzt bin ich ein ganzes Stück weiter. Ausbildung mit guten Ergebnissen abgeschlossen und einem Alter von erst 21 Jahren. Das war der Oktober 2013

Mittlerweile ist es August 2014. Ich bin mittlerweile 22 und bin von Mönchengladbach mit Zwischenstopp in meiner Heimatstadt nach Hamburg gezogen. Hier wohne ich jetzt seit 2,5 Monaten. Den ersehnten Flying Job habe ich bis jetzt noch nicht. Ich bin guter Dinge.
Allerdings arbeite ich am Flughafen in Hamburg als Ramp Agent. Für alle diejenigen die mit dem Begriff nichts anfangen können erkläre ich diesen Berufsstand kurz:

Als Ramp Agent ist man bei der Abfertigung eines Flugzeugs das Bindeglied zwischen der Besatzung und allen Dienstleistern, welche an der Abfertigung beteiligt sind. Man koordiniert unter Anderem: Lader, Cleaner, Tanker, Caterer und viele mehr. Als RA ist man der Hauptverantwortliche der ganzen Abfertigung.

Soviel für heute. Ich plane wieder mehr zu schreiben, möchte an dieser Stelle aber lieber nichts versprechen. Bis bald.