Dieses Bild wurde von meinem Crewpartner während eines Solofluges aufgenommen.
Heute war doch ein sehr besonderer Tag in der Ausbildung.
Wieso? Weil heute die erste von vielen nervenaufreibenden Tests geschrieben bzw durchgeführt wurde.
Heute galt es, das BZF I zu bestehen. Mit diesem Zeugnis sind wir beschränkt fähig im Luftraum den Funk zu bedienen. Dieses Zeugnis war auch unbedingt notwendig, damit wir überhaupt uns in die Lüfte erheben dürfen.
Im Wesentlichen bestand der Test aus 3 Teilen. Zum einen wurden uns 100 Fragen aus dem BZF Fragenkatalog gestellt. Die konnten wir im Vorfeld lernen. Entweder mit der Hilfe unseres Buches oder auf der kostenfreien Internetseite: OPEN-PPL.DE
Des Weiteren mussten wir einen Text, welcher durchsetzt war mit Fachbegriffen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen.
Und im letzten Teil der Prüfung wurde ein Funkprobe gemacht. Wir simulierten einen Anflug und einen Abflug auf den Düsseldorfer Flughafen. Eins von beiden erfolgte in Deutscher Sprache und der andere Teil in Englischer Sprache.
Bestanden habe ich alles und deshalb jetzt mein Funksprechzeugnis in der Tasche.
Jetzt gilt es weiter zu lernen um die PPL Prüfung zu bestehen.
In diesem Sinne. Bis morgen
Es ist generell eher unüblich mit dem 13. Tag einem durchgehenden Blogs zu beginnen, aber Unkonventionaliät ist ja in der heutigen Zeit mehr gefragt als jemals zuvor.
Wie jeden Tag hatte ich heute wieder zwei verschiedene Fächer. In der ersten „Periode“ stand Mass & Balance auf dem Programm. Dies ist doch ein sehr mathematisches Fach. Das war allerdings klar, wenn es in einem Fach darum geht, zu berechnen, wie man die Fracht, Personen, oder was auch immer man im Flugzeug transportieren will, im Flugzeug optimal zu verteilen, um nicht zu riskieren, dass das Flugzeug umkippt. Weitere unangenehme Nebenwirkungen eines falschbelandenen Flugzeugs sind: Erhöhtes Kraftstoffaufkommen, bis hin zu einem möglichen Strömungsabriss an den Tragflächen, was einen Absturz zur Folge haben könnte. Allein dieser Umstand unterstreicht die Wichtigkeit dieses Faches.
Und nach der Mittagspause war Flightsafety angesagt. Dieses Fach beschäftigt sich mit Verfahren um Gefahrensituationen zu bewältigen, oder direkt zu verhindern, sodass es überhaupt gar nicht erst zu solchen Situationen kommen kann.
Als Beispiel: Wie verhält man sich auf einer Grasspiste bei aufgeweichtem Boden.
Lösung: Vollgas bei gezogener Bremse, und so schnell wir möglich hochziehen.
Das ist zwar nicht die ganze Lösung bzw. das ganze Verfahren, aber die zwei Elemente sind entscheidend.
Soviel für heute. Morgen gibt es wieder mehr zu lesen.
Wie versprochen gibt es jetzt detaillierte Informationen über die zweite Woche meiner Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer.
Diese Woche war die erste, in der ich nicht nur das Funken gelernt habe, sondern ein großes Aufgebot an verschiedenen Fächern gehabt.
Ein kurzer Auszug:
Montag: General Navigation, Aviation Caculator Training
Dienstag: Powerplant, Flight Saftey
Mittwoch: Meteorologie
…..
Und dies ist tatsächlich nur ein Auszug aus dem umfassenden Unterrichtsaufgebot.
Das klingt nicht nur viel, dass ist es auch. Jeden Tag ist es nötig eine gewisse Zeit nach der Schule das Gelernte aufzuarbeiten. Aber darauf muss man sich einstellen, bevor man die Ausbildung beginnt.
Zu dem Nacharbeiten kommt auch noch das Lernen für die BZF-Prüfung, welches sich auch nicht gerade als Leichtigkeit darstellt. Aber es befindet sich alles noch in einem gut zu bewältigenden Rahmen.
In dieser Woche haben sich auch meine vorläufigen Lieblingsfächer herauskristallisiert. Zum einen ist das Powerplant. Dieses Fach beschäftigt sich mit der Beschaffenheit und dem technischen Aufbau eines Flugzeugs. Wir lernten, welche Triebwerksarten es gibt, wie die Zündung bei einem einmotorigen Flugzeug funktioniert, welche Kraftstoffarten es gibt.
Und Meteorologie. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ich mich so für Isobaren, Isohypsen und Höhenwinde faszinieren kann. Aber genau so ist es. Ein wirklich hoch interessantes Fach mit einem großen Lernpotential.
Morgen gibt es einen Überblick über den Schultag.
Jetzt habe ich schon über eine Woche Schule und komme jetzt erst dazu etwas anständiges zu schreiben. Dies liegt auch daran, dass ich in meiner Wohnung noch keinen Internetanschluss besitze. Das hat sich im Wesentlichen nicht geändert, allerdings kann ich nun auf einen mobilen Gerät schreiben, bis mein Anschluss freigeschaltet wird.
Ich werde mich dennoch, bis ich wieder eine ordentliche Tastatur habe, mich kurz halten.
Was passierte also in der ersten Woche? Die erste Woche war geprägt vom Sprechfunk. Es ging darum die Grundlagen zu erringen, die zum Bestehen der BZF-Prüfung am 19.01.2012 nötig sind.
Wir wurden von einem ehemaligen Fluglotsen und einem aktiven Lotsen unterrichtet. Den Hauptteil bildeten Spiele. Wir trainierten die Kommunikation zwischen den verschiedenen Stationen der Bodenkontrolle am Flughafen und des Weiteren auch die Kommunikation mit dem Tower. Sehr spannend und ich habe sofort sehr viel Lust bekommen mich in das nächste Flugzeug zu schwingen und loszufliegen. Das muss allerdings noch 3 Wochen warten bis es frühestens losgeht mit der Aquilla. Ein wirklich niedliches Flugzeug und ideal um einzusteigen in die Fliegerei.
Morgen gibt es weitere Informationen über den Verlauf der Ausbildung.
Mein Name ist Hagen Ringe. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem beschaulichen Städtchen Bad Pyrmont in Süd-Niedersachsen.
Am örtlichen Gymnasium habe ich mein Abitur in diesem Jahr gemacht.
Mein allererster Breufswunsch war es schon Pilot zu werden. Nach dem Abitur habe ich mich bei verschiedenen Fluggesellschaften umgeschaut und letzten endes für die „RWL GERMAN FLIGHT ACADEMY“ als Ausbilder entschieden.
Bevor ich mich offiziell bewarb, habe ich die Flugschule besucht und an einem Beratungsgespräch teilgenommen. Letzen Endes war ich von der Schule so überzeugt, dass ich noch am gleichen Tag meine Bewerbung schrieb.
Nach den neuen Standarts des Luftfahrtbundesamtes (kurz LBA) müssen die privaten Flugschulen, vor Ausbildungsbeginn, die möglichen Auszubildenden, eines Tests unterziehen. In diesem Test, werden folgende Fähigkeiten geprüft: Mathematik, Englisch, Physik, Memory Action, Logisches Denken, Kopfrechnen, Multi Tasking und Perception.
In den drei ersten Fächern muss man auf jeden Fall bestehen, sonst gilt der Test als nicht bestanden. In den anderen Disziplinen kann man nicht durchfallen, aber bei der Bewertung, wird einem bei einem schlechten Ergbeniss nahe gelegt, sich diesem Themengebiet noch einmal intensiv zu widmen.
Sollte es passieren, dass der Test nicht bestanden wird, ist der Test beliebig oft wiederholbar. Das nimmt, so wie ich finde, den wirklich imensen Druck von den Schultern.
Bei der RWL möchte ich meine ATPL erwerben. ATPL bedeutet „AIRLINE TRANSPORT PILOT LICENSE“. Mit dieser Lizenz werde ich mich nach Beendigung der Ausbildung bei mehreren Airlines bewerben um dort als Pilot zu arbeiten.
Für die Ausbildung ist eine Zeit zwischen 18 und 24 Monaten angesetzt.
Soviel erstmal zu den allgemeinen Informationen über mich und dass was ich vorhabe.