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Flugausbildung in Florida Piper 28 Arrow Part 2

Ich komme nun endlich zum zweiten Teil, damit ich auch noch mit der Arrowphase abschließen kann, bevor es wieder zu der letzten und wichtigsten Phase in der Seminole geht.

Wir haben unser Training auf der Arrow mittlerweile beendet. Und letzten Endes muss ich sagen, das IFR Fliegen liegt mir sehr. Ich genieße diese Professionalität. Das ständige Checken aller Instrumente, das Arbeiten als Crew, das Fliegen in den Wolken.
Dieser Teil der Ausbildung, beinhaltete genau die Dinge, für die ich mit der Ausbildung angefangen habe.

Zumindest ich habe mir das ganze Fliegen immer so vorgestellt.

So vergingen die 30 Stunden in der Piper Arrow auch wie im Flug (Kein Wortspiel!). Wir sind noch zu einingen Locations geflogen, allerdings war da nichts dabei, was wir nicht schon gesehen hätten auf den Flügen bis dato. Unter anderem haben wir unheimlich viele Approches gemacht, um uns an alle verschiedenen Sorten zu gewöhnen.

Und letzte Woche kam dann der D-445 Progresscheck. Den wohl mit wichtigsten Check in der ganzen Ausbildung, so wurde es uns gesagt. Diesen haben mein Crewpartner und ich mit einem „Gut“ bestanden.

Momentan sind wir jetzt wieder im Simulator. Allerdings nur noch für 3 Tage und dann geht es endlich in die Piper 44 Seminole.

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Woche 5 in Vero Beach

Nachdem der Anfang dieser Woche nicht ganz so berauschend war, auf Grund des letzten gecancelten Solofluges, startete diese Woche eine der wichtigsten Teile der Flugausbildung. Eben jener, der uns für den Rest unseres Berufslebens begleiten wird.

Konkret spreche ich hier vom IFR-Flug. Wem dieses jetzt nichts sagt, es bedeutet, dass wir nicht weiter nach Sicht navigieren sondern nur noch und ausschließlich nach den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten. Das wohl wichtigste Instrument hierbei ist wohl der künstliche Horizont. Dieser gibt nämlich Auskunft über gleich mehrere Zustände. Um es einfach zu halten kann man sehen ob das Flugzeug in Begriff ist zu Steigen oder Sinken oder ob es sich zu einer Seite neigt und damit eine Kurve fliegt.

Wie man sich wahrscheinlich denken kann, ist das Überwachen der ganzen Instumente, hier ein Bild entnommen von airliners.net (copyright Doug Lannom) nicht einfach und auf Dauer recht anstrengend für die Augen und den Kopf.

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Aber auch dies ist eine reine Gewöhnungssache.

Die ersten Flüge fanden nun aber nicht in einem realen Flugzeug sondern in einem Simulator, dem sogenannten Frasca statt. Dort wird eine Piper 44 Seminole simuliert. Diese ist auch auf dem Bild zu sehen. Die Seminole hat 2 Triebwerke a 180 PS. Also doch schon ein kleiner Unterschied zu einem Motor mit 160 PS wie bei der Piper 28 Cadet. Allerdings ist die Seminole nicht das Flugzeug, welches wir nach Ende des Simulators fliegen, sondern eine Piper 28 Arrow. Die hat zwar nur einen Motor, der hat aber 200 PS und ein Einziehfahrwerk besitzt die Arrow auch schon. Also werden wir uns ab nächstem Donnerstag schon ein bisschen mehr wie richtige Piloten fühlen.

Der ein oder andere mag jetzt fragen, was denn nun das schwierige ist am Instrumentenflug. Diese Frage ist schnell beantwortet. Da man nur noch nach Instrumenten fliegt, kann draußen auch schlechtes Wetter sein. Konkret, es wird auch in den Wolken geflogen. Und dort hat man keine Sicht auf den Horizont. Das heißt man kann sich nicht mehr im Raum orientieren. Wenn man sich dann auf das Schwerkraftgefühl seines Körpers verlässt, stürzt man früher oder später zwangsläufig ab. Also heißt es stur auf die Instrumente schauen und auf sie vertrauen, denn sonst ist man verloren.

Die ersten zwei Simulatorsessions haben wir uns erstmal mit den Controls des Simulators angefreundet und heute ging es dazu Radials zu intercepten. Man entschuldige an dieser Stelle bitte all die Anglizismen aber es ist sehr schwer sich in der Fachsprache Deutsch auszudrücken, da wir die meisten Fachausdrücke nicht auf Deutsch kennen.

Was sind Radials? Eine Bodenstation sendet Strahlen aus. 360 an der Zahl. Diese Strahlen können im Cockpit zur Anzeige gebracht werden und geben einem eine Position in Bezug auf die Station, von der die Strahlen ausgehen. Klingt erstmal nicht so kompliziert, ist es aber im Endeffekt. Und um auf ein bestimmtes Radial zu kommen muss man eine Prozedur durchführen um es zu erreichen. Diese wurde heute 2 Stunden lang trainiert.

So das war es erstmal von mir. Nächsten Montag kommt wahrscheinlich spätestens der nächste Eintrag. Dann gibt es ein Foto vom Frasca und weitere Erklärungen zum IFR-Flug.

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Flugausbildung in Florida #3

Wieso heute erst der dritte Tag war? Weil wir letzten Freitag nicht fliegen konnten. Wir mussten das Flugzeug “grounden”. Das heißt, dass wir auf Grund einens Fehlers am Flugzeug damit nicht fliegen konnten. Dieser war so schwerwiegend, als dass die Sicherheit eines Fluges nicht mehr gewährleistet war. Leider bekamen wir kein Ersatzflugzeug und somit fiel der Flugtag aus.

Und heute ging es dann endlich weiter. Die Route ging für mich von Fort Lauderdale, über North Palm Beach zurück nach Vero Beach.

Der Flug an sich hat wirklich gut funktioniert. Sowohl die Sichtnavigation, als auch die Radionavigation. Allerdings machte letzteres auch nur einen winzigen Teil des heutigen Fluges aus. Lediglich von Fort Lauderdale zum Checkpunkt Pahokee. Des weiteren haben wir auch Airwork gemacht. Stalls, Steepturns und Slowflight. Airwork ist ein Feld welches mir wirklich Spaß macht.

Alles in allem hat der Flug etwas mehr als 2 Stunden gedauert. Aber die Tage sind doch schon ziemlich lang im Vergleich zu der Flugausbildung in Deutschland. Langsam gewöhnen wir uns allerdings alle daran.

Mit unserem Fluglehrer haben wir auch echt Glück gehabt. Er ist sehr genau. In jeder Hinsicht. Stu besteht auf Checklisten, und genaue Kurse. Eines der wichtigsten Felder sind die Briefings vor dem Flug. Das Gute ist, dass im späteren Berufsleben die Briefings extrem wichtig sind. Da muss man sich nicht nur selber informieren sondern eine ganze Crew.

 

Soviel für heute. Morgen geht es nach Daytona mit einiges Stopps. Einige kennen es vielleicht wegen den großen 500 Meilen Rennen, die dort stattfinden.

Das wird der erste Flug in Richtung Norden. Mal schauen, was es dort zu entdecken gibt.

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Flugausbildung in Florida #2

So und schon ist der zweite Tag vorbei.

Dies ist was wirklich auffällt. Die Tage rasen nur so. Heute morgen ging der Tag auch um 5:30 Uhr los. Und dann das Spiel was die nächsten drei Monate jeden Tag so gehen wird. Frühstücken, los zur Flightline, Flugplanung beenden, den Fluglehrer briefen und dann zum Flieger.

Nur der Flug wird immer anders bleiben. Heute war es ein besonders langer Flug. Es ging von Vero Beach, über Okechobee, nach Sebering und am Ende nach Sarasota. Das liegt am Golf von Mexiko. Das wiederum heißt, ein Trip quer durch Florida von Coast to Coast sozusagen.

Auf dem Flug wurde wieder alles geprüft, von Sichtnavigation, über Radionavigation, Slowflight und Stalls. Alles in Allem sehr interessant aber auch extrem anstrengend.

Die Überraschung des Tages war allerdings das FBO des Flughafens in Sarasota. Dort kann man sich aufhhalten während das Flugzeug getankt wird. Erstens wird kein Landegeld fällig, und dann wird man dort mit Essen und Trinken versorgt ohne dafür auch nur einen Cent bezahlen zu müssen. Man darf es nutzen weil man das Benzin dort kauft. Mit den Deutschen Verfahren im Hinterkopf, wo man für alles bezahlen muss zum Teil nur um sich dort aufzuhalten, echt gewöhnungsbedürftig.

 

Morgen wird auch wieder ein anstrengender Tag. Aber dazu morgen mehr.

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Tag #16

Heute war doch ein sehr besonderer Tag in der Ausbildung.

Wieso? Weil heute die erste von vielen nervenaufreibenden Tests geschrieben bzw durchgeführt wurde.

Heute galt es, das BZF I zu bestehen. Mit diesem Zeugnis sind wir beschränkt fähig im Luftraum den Funk zu bedienen. Dieses Zeugnis war auch unbedingt notwendig, damit wir überhaupt uns in die Lüfte erheben dürfen.

Im Wesentlichen bestand der Test aus 3 Teilen. Zum einen wurden uns 100 Fragen aus dem BZF Fragenkatalog gestellt. Die konnten wir im Vorfeld lernen. Entweder mit der Hilfe unseres Buches oder auf der kostenfreien Internetseite: OPEN-PPL.DE

Des Weiteren mussten wir einen Text, welcher durchsetzt war mit Fachbegriffen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen.

Und  im letzten Teil der Prüfung wurde ein Funkprobe gemacht. Wir simulierten einen Anflug und einen Abflug auf den Düsseldorfer Flughafen. Eins von beiden erfolgte in Deutscher Sprache und der andere Teil in Englischer Sprache.

Bestanden habe ich alles und deshalb jetzt mein Funksprechzeugnis in der Tasche.

Jetzt gilt es weiter zu lernen um die PPL Prüfung zu bestehen.

In diesem Sinne. Bis morgen

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Tag #13

Es ist generell eher unüblich mit dem 13. Tag einem durchgehenden Blogs zu beginnen, aber Unkonventionaliät ist ja in der heutigen Zeit mehr gefragt als jemals zuvor.

Wie jeden Tag hatte ich heute wieder zwei verschiedene Fächer. In der ersten „Periode“ stand Mass & Balance auf dem Programm. Dies ist doch ein sehr mathematisches Fach. Das war allerdings klar, wenn es in einem Fach darum geht, zu berechnen, wie man die Fracht, Personen, oder was auch immer man im Flugzeug transportieren will, im Flugzeug optimal zu verteilen, um nicht zu riskieren, dass das Flugzeug umkippt. Weitere unangenehme Nebenwirkungen eines falschbelandenen Flugzeugs sind: Erhöhtes Kraftstoffaufkommen, bis hin zu einem möglichen Strömungsabriss an den Tragflächen, was einen Absturz zur Folge haben könnte. Allein dieser Umstand unterstreicht die Wichtigkeit dieses Faches.

Und nach der Mittagspause war Flightsafety angesagt. Dieses Fach beschäftigt sich mit Verfahren um Gefahrensituationen zu bewältigen, oder direkt zu verhindern, sodass es überhaupt gar nicht erst zu solchen Situationen kommen kann.
Als Beispiel: Wie verhält man sich auf einer Grasspiste bei aufgeweichtem Boden.
Lösung: Vollgas bei gezogener Bremse, und so schnell wir möglich hochziehen.

Das ist zwar nicht die ganze Lösung bzw. das ganze Verfahren, aber die zwei Elemente sind entscheidend.

Soviel für heute. Morgen gibt es wieder mehr zu lesen.

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Woche #2

Wie versprochen gibt es jetzt detaillierte Informationen über die zweite Woche meiner Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer.
Diese Woche war die erste, in der ich nicht nur das Funken gelernt habe, sondern ein großes Aufgebot an verschiedenen Fächern gehabt.
Ein kurzer Auszug:
Montag: General Navigation, Aviation Caculator Training
Dienstag: Powerplant, Flight Saftey
Mittwoch: Meteorologie
…..
Und dies ist tatsächlich nur ein Auszug aus dem umfassenden Unterrichtsaufgebot.
Das klingt nicht nur viel, dass ist es auch. Jeden Tag ist es nötig eine gewisse Zeit nach der Schule das Gelernte aufzuarbeiten. Aber darauf muss man sich einstellen, bevor man die Ausbildung beginnt.
Zu dem Nacharbeiten kommt auch noch das Lernen für die BZF-Prüfung, welches sich auch nicht gerade als Leichtigkeit darstellt. Aber es befindet sich alles noch in einem gut zu bewältigenden Rahmen.

In dieser Woche haben sich auch meine vorläufigen Lieblingsfächer herauskristallisiert. Zum einen ist das Powerplant. Dieses Fach beschäftigt sich mit der Beschaffenheit und dem technischen Aufbau eines Flugzeugs. Wir lernten, welche Triebwerksarten es gibt, wie die Zündung bei einem einmotorigen Flugzeug funktioniert, welche Kraftstoffarten es gibt.

Und Meteorologie. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ich mich so für Isobaren, Isohypsen und Höhenwinde faszinieren kann. Aber genau so ist es. Ein wirklich hoch interessantes Fach mit einem großen Lernpotential.

Morgen gibt es einen Überblick über den Schultag.

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Viel zu lang

Jetzt habe ich schon über eine Woche Schule und komme jetzt erst dazu etwas anständiges zu schreiben. Dies liegt auch daran, dass ich in meiner Wohnung noch keinen Internetanschluss besitze. Das hat sich im Wesentlichen nicht geändert, allerdings kann ich nun auf einen mobilen Gerät schreiben, bis mein Anschluss freigeschaltet wird.
Ich werde mich dennoch, bis ich wieder eine ordentliche Tastatur habe, mich kurz halten.
Was passierte also in der ersten Woche? Die erste Woche war geprägt vom Sprechfunk. Es ging darum die Grundlagen zu erringen, die zum Bestehen der BZF-Prüfung am 19.01.2012 nötig sind.
Wir wurden von einem ehemaligen Fluglotsen und einem aktiven Lotsen unterrichtet. Den Hauptteil bildeten Spiele. Wir trainierten die Kommunikation zwischen den verschiedenen Stationen der Bodenkontrolle am Flughafen und des Weiteren auch die Kommunikation mit dem Tower. Sehr spannend und ich habe sofort sehr viel Lust bekommen mich in das nächste Flugzeug zu schwingen und loszufliegen. Das muss allerdings noch 3 Wochen warten bis es frühestens losgeht mit der Aquilla. Ein wirklich niedliches Flugzeug und ideal um einzusteigen in die Fliegerei.
Morgen gibt es weitere Informationen über den Verlauf der Ausbildung.

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Allgemeine Informationen

Mein Name ist Hagen Ringe. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem beschaulichen Städtchen Bad Pyrmont in Süd-Niedersachsen.

Am örtlichen Gymnasium habe ich mein Abitur in diesem Jahr gemacht.

Mein allererster Breufswunsch war es schon Pilot zu werden. Nach dem Abitur habe ich mich bei verschiedenen Fluggesellschaften umgeschaut und letzten endes für die „RWL GERMAN FLIGHT ACADEMY“ als Ausbilder entschieden.

Bevor ich mich offiziell bewarb, habe ich die Flugschule besucht und an einem Beratungsgespräch teilgenommen. Letzen Endes war ich von der Schule so überzeugt, dass ich noch am gleichen Tag meine Bewerbung schrieb.

Nach den neuen Standarts des Luftfahrtbundesamtes (kurz LBA) müssen die privaten Flugschulen, vor Ausbildungsbeginn, die möglichen Auszubildenden, eines Tests unterziehen. In diesem Test, werden folgende Fähigkeiten geprüft: Mathematik, Englisch, Physik, Memory Action, Logisches Denken, Kopfrechnen, Multi Tasking und Perception.

In den drei ersten Fächern muss man auf jeden Fall bestehen, sonst gilt der Test als nicht bestanden. In den anderen Disziplinen kann man nicht durchfallen, aber bei der Bewertung, wird einem bei einem schlechten Ergbeniss nahe gelegt, sich diesem Themengebiet noch einmal intensiv zu widmen.

Sollte es passieren, dass der Test nicht bestanden wird, ist der Test beliebig oft wiederholbar. Das nimmt, so wie ich finde, den wirklich imensen Druck von den Schultern.

Bei der RWL möchte ich meine ATPL erwerben. ATPL bedeutet „AIRLINE TRANSPORT PILOT LICENSE“. Mit dieser Lizenz werde ich mich nach Beendigung der Ausbildung bei mehreren Airlines bewerben um dort als Pilot zu arbeiten.

Für die Ausbildung ist eine Zeit zwischen 18 und 24 Monaten angesetzt.

Soviel erstmal zu den allgemeinen Informationen über mich und dass was ich vorhabe.

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